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Lehre im Wintersemester 2018/19

Situationen der Arbeit

Zeit: Dienstags, 8-10 Uhr

Ort: Raum A 310, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS I

Everett C. Hughes sprach vom „sozialen Drama der Arbeit“ (1958) und meinte damit die interaktive Handhabung von gesellschaftlich erworbenen oder zugewiesenen Aufgaben. Im Mittelpunkt steht dann nicht so sehr der funktionale Zweck der Tätigkeit, sondern die Art und Weise, wie diese Tätigkeiten ausgeführt und dabei Ansprüche auf  Nützlichkeit, Korrektheit und Anerkennung artikuliert werden, die sowohl Kollegen als auch Kunden (Klienten, Patienten etc.) abverlangt werden. Daher brauchen Situationen der Arbeit stets ein Publikum, vor dem nicht nur die korrekte Ausführung der Arbeit, sondern auch sozialer Status, Würde und Autonomie der ausführenden Personen bzw. Berufsgruppen ausgehandelt werden muss.

Ziel des Seminars ist die Analyse von eigenständig erhobenen empirischen Beschreibungen von Arbeitssituationen mit theoretischen Konzepten, die in Studien der Chicago School und des symbolischen Interaktionismus entwickelt wurden.

Eine Modulabschlussprüfung kann in diesem Seminar in der Form eines Portfolios (kein Essay) abgelegt werden.

Die Organisation der Kunst

Zeit: Montags, 10-12 Uhr

Ort: Raum A 210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS II

Im Alltag begründen wir den Wert eines Kunstwerkes für gewöhnlich mit der Kreativität, Innovationskraft oder dem handwerklichen Können autonomer Künstler_innen selbst. Wirft man jedoch einen Blick auf das Netzwerk an Aktivitäten, die notwendig sind, damit Kunstwerke in Galerien, Museen, Auktionen, Theater- und Opernhäusern etc. verfügbar sind, so zeigt sich die hohe Grad an Organisiertheit von Kunst. Entsprechend will sich das Seminar dem sozial und formal organisierten Phänomen „Kunst“ auf drei unterschiedlichen Wegen nähern: In einem ersten Zugriff sollen basale Elemente (Künstler, Vermittlungsinstanzen und Publikumssegmente) erfasst werden. Im Anschluss daran werden zentrale kunstsoziologische Positionen – v.a. symbolischer Interaktionismus, Theorie sozialer Felder, Systemtheorie und Neoinstitutionalismus – diskutiert, die Kunst als organisierten sozialen Zusammenhang verstehen. Begleitend zu diesen ersten beiden Zugängen werden die Studierenden Beobachtungen im Feld der Kunstorganisationen unternehmen und die dabei erhobenen Daten vor dem Hintergrund der diskutierten Theorien untersuchen.

Lehre im Sommersemester 2018

Emotional Labor - Dirty Work - Body Work

Zeit: Dienstags, 14-16 Uhr

Ort: Raum A 416, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS I

The class seeks to discuss work and organizations’ social life with respect to two distinct but intersecting divisions of labor: the first perspective considers work as structured by a moral division of labor, qualifying some jobs dirtier than others. Such dirty work deals with pollution, bodily fluids, contamination, and in general it is delegated to a lower status occupation to deal with. Doing dirty work may taint the job holders’ social status as they deal with moral problems. Therefore, dirty work raises questions of stigma management, identity maintenance, and group membership.

The second perspective centers on the emotional requirements of work, especially the emotional labor of service work. Whereas dirty work is concerned with the moral status of the executing staff, the emotional division of labor is tied to the gender order and respective expectations. Rooted in theories of alienation, research on emotion work highlights the feeling rules, emotion management and the social and emotional costs forced upon service workers. Also, emotional labor research raises questions of gender role scripts and the sexualizing and racializing of services.
Both concepts & dirty work and emotional labor highlight body work as a crucial element of occupational identities and social order.

The class readings comprise conceptual and empirical research on dirty work, emotional labor, and body work of different occupational groups (e.g. janitors, firefighters, garbage collectors, prostitutes, massage therapists) which routinely deal with troublesome issues (e.g. sickness, death, body aesthetics, wellness, care).

The class will be held in English.

Kinderschutz zwischen sozialer Problemkonstruktion und generationaler Ordnung

Zeit: Montags, 12-14 Uhr

Ort: Raum A 210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS II

Kinder sind die verletzbarste Gruppe der Gesellschaft. Diese Verletzbarkeit ist aber nicht nur Folge dessen, dass Kinder körperlich kleiner und schwächer sind, sondern vor allem Folge ihrer niedrigen gesellschaftlichen Position. Gewalt, Misshandlung und Missbrauch von Kindern lassen sich daher zunächst als Folge einer etablierten Ordnung zwischen asymmetrisch arrangierten Altersgruppen (Kinder und Erwachsene) fassen. Diese generationale Ordnung strukturiert aber auch in unterschiedlichem Maße öffentliche Problematisierung, statistischen Erfassung, rechtliche Kodifizierung, professionelle Zuständigkeiten und organisationale Strukturen des Kinderschutzes.

Das Seminar nähert sich daher dem Gegenstand ´Kindeswohlgefährdung´ aus drei Perspektiven:

1. Aus einer kriminologischen Perspektive sollen Daten zu Umfang und Häufigkeiten von Gewalterfahrungen von Kindern vorgestellt werden.

2. Aus einer Perspektive der Soziologie sozialer Probleme sollen die gesellschaftlichen Definitionsbemühungen, organisationalen Strukturen und professionellen Bearbeitungsroutinen des Problems ´Kindeswohlgefährdung´ untersucht werden.

3. Aus der Perspektive der Kindheitssoziologie sollen die Zugriffe auf und Berücksichtigung von Kindern im Kinderschutz thematisiert werden 

Lehre im Wintersemester 2017/18

Das Fitnessstudio. Soziologische Perspektiven auf ein Körperprogramm der Gegenwart

Zeit: Dienstags, 12-14 Uhr

Ort: Raum A 210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS II

 

Waren Fitnessstudios bis in die 1980er-Jahre Orte einer abweichenden Körperkultur (Bodybuilding), so sind sie inzwischen zu Organisationen eines zentralen Körperprogramms der Gegenwart geworden. Die globale Fitnessindustrie hat sich dabei im Hinblick auf unterschiedliche (u.a. sportive, ästhetische, gesundheitsbezogene) Interessen organisational ausdifferenziert und professionalisiert. Zugleich fällt der Aufstieg dieser Organisationen und ihrer Körperprogramme einerseits mit einer zunehmenden Reflexivität bezüglich körperbezogener Kategorien sozialer Zugehörigkeit und auch mit einem erstarkenden Interesse der Soziologie an der Körperlichkeit sozialer Ordnung und Ungleichheitsverhältnisse zusammen: In Fitnessstudios wird die praktische, körperliche, emotionale und räumliche Herstellung von sozialen Kategorien wie etwa Selbst, Geschlecht, Sexualität, subkulturellen Identitäten oder Devianzen sichtbar. Umgekehrt können auch Einblicke in die Mitgliedschaftserwartungen, Regeln und informellen Konventionen einer formalen Organisation gewonnen werden, deren Zweck in der systematischen Transformation von Körpern besteht.

Wie kommt die Kultur in den Genuss? – Ein Forschungslernmodul zu Fabrikation und Organisation symbolischen Konsums (Teil 2)

Lehrende: Prof. Dr. Gabriele Wagner, Dr. Lars Alberth

Zeit: Montags, 14-16 Uhr + Dienstags, 10-12 Uhr

Ort: Raum A 210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: FLM

 

Im zweiten Teil des Forschungslernmoduls werden Verfahren und Techniken der Datenauswertung und Theoriebildung diskutiert und anhand der Forschungsprojekte der Studierenden angewendet und eingeübt. Inhalt und Aufbau von Forschungsberichten werden untersucht und es werden angemessene Darstellungsformen für die Forschungsberichte entwickelt. Eine wöchentliche Werkstatt dient der Thematisierung und Lösung individueller forschungspraktischer Probleme.

Lehre im Sommersemester 2017

Bodies Inc. – An- und Abwesenheit von Körpern in Organisationen

Zeit: Montags, 12-14 Uhr

Ort: Raum A 210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS I

Im Fokus steht die Entwicklung gegenstandsbezogener soziologischer Fragen zum Einbezug in und Funktion von Körpern für Organisationen. Soziologisch ist dies deshalb spannend, weil formale Organisation als moderne Herrschaftsform in einer Art und Weise auf Körper zugreift, die ihnen spezifische Leistungen abverlangt, während zugleich die Körperlichkeit dieser Leistungen unsichtbar gemacht wird. So ist etwa die Aktenförmigkeit von bürokratischen Organisationen darauf angewiesen, dass Akten auch körperlich geführt werden (Schreiben, Datieren, Stempeln, Abheften, Sortieren, Lagern), während sich die Legitimationskraft der Akte aus ihrem Dokumentcharakter, nicht aber aus dem Prozess des Dokumentierens selbst ergibt.
Gleichzeitig ist die Mitgliedschaft in Organisationen an körperliche Voraussetzungen oder Fähigkeiten geknüpft und Körper können zentrale Funktionen für die Realisierung von Organisationszwecken erfüllen, z.B. als professionell kodierter Wissensbestand von Expertengruppen, als Leistungsmarker oder Ware. So sehen sich die Körper der Mitglieder konstant auf die Probe gestellt, sind Enteignungen und Einschränkungen aber auch produktiven Formungs- und Trainingsprozessen ausgesetzt. Damit eröffnen sich aber auch Möglichkeiten, den Körper als Moment der Irritation bürokratischer Ordnung zu begreifen.
Das Seminar soll der Einübung soziologischer Vorstellungskraft dienen. Ziel ist die Verbindung von Perspektiven auf die Körperlichkeit des Sozialen mit Analysen der modernen Sozialform Organisation.
Das Seminar ist als Gesellschaftsspiel ausgelegt.

Wie kommt die Kultur in den Genuss? – Ein Forschungslernmodul zu Fabrikation und Organisation symbolischen Konsums (Teil 1)

Lehrende: Prof. Dr. Gabriele Wagner, Dr. Lars Alberth

Zeit: Dienstags, 16-20 Uhr

Ort: Raum A 210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: FLM


Wie erfahren Genussmittel eine kulturelle Aufwertung? Woher wissen die Konsumenten, dass sie es mit besonders wertvollen Konsumgütern zu tun haben? Am Konsum sozial distinktiver Genusswaren (z.B. Third Wave Coffee, Craft-Biere von Mikrobrauereien, Plantagenschokolade, Spirituosen wie Gin, Rum und Whiskey) sollen die sozialen Prozesse untersucht werden, auf denen die Herstellung der symbolischen Dimension von Konsum basiert. In den Blick geraten dabei vor allem die Strategien solcher Organisationen, die solche "neuen Kolonialwaren" verkaufen: die Ausgestaltung und organisationale Verfertigung von Wertregimen und Distinktion, die Vermittlungs- und Erziehungsarbeit an Kunden und die kulinarische und narrative Re-Codierung von Konsum.

Lehre im Wintersemester 2016/17

Dirty Work and Emotional Labor

Zeit: Montags, 14-16 Uhr

Ort: Raum A 310, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS I

The class seeks to discuss work and organizations’ social life with respect to two distinct but intersecting divisions of labor: The first perspective considers work as structured by a moral division of labor, qualifying some jobs dirtier than others. Such dirty work deals with pollution, bodily fluids, contamination, and in general it is delegated to a lower status occupation to deal with. Doing dirty work may taint the job holders’ social status as they deal with moral problems. Therefore, dirty work raises questions of stigma management, identity maintenance, and group membership.

The second perspective centers on the emotional requirements of work, especially the emotional labor of service work. Whereas dirty work is concerned with the moral status of the executing staff, the emotional division of labor is tied to the gender order and respective expectations. Rooted in theories of alienation, research on emotion work highlights the feeling rules, emotion management and the social and emotional costs forced upon service workers. Emotional labor research raises questions of gender role scripts and the sexualizing and racializing of services.

Both concepts – dirty work and emotional labor – highlight the body as a crucial site for occupational identities and social order.

The class readings comprise conceptual and empirical research on both dirty work and emotional labor, using typical occupations (e.g. janitors, firefighters, garbage collectors, prostitutes, massage therapists) which routinely deal with troublesome issues (e.g. sickness, death, body aesthetics, wellness, care).

The class will be held in English.

Forschungslernmodul: Fitnessstudios als Organisation von Körpern (Teil II)

Zeit: Montags, 18-20 Uhr (bei Bedarf: Forschungswerkstatt); Mittwochs (regulär), 18-20 Uhr

Ort: Raum A310, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: FLM

Im zweiten Teil des Forschungslernmoduls werden Verfahren und Techniken der Datenauswertung und Theoriebildung diskutiert und anhand der Forschungsprojekte der Studierenden angewendet und eingeübt. Inhalt und Aufbau von Forschungsberichten werden untersucht und es werden angemessene Darstellungsformen für die Forschungsberichte entwickelt. Eine wöchentliche Werkstatt dient der Thematisierung und Lösung individueller forschungspraktischer Probleme.

Lehre im Sommersemester 2016

Theoriewerkstatt: Der Staat und die Machtasymmetrien des Privaten – Zur Geschichte obrigkeitlicher Ordnungsinteressen

Zeit: Montags, 18-20 Uhr

Ort: Raum A 210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS I

Staat und Privatheit scheinen sich per definitionem gegenseitig auszuschließen. Historisch betrachtet bildet sich moderne Staatlichkeit aber nicht nur als Abgrenzung zum privaten Raum der Familie, sondern dieser private Raum wurde auch von den Zentralmächten der Gesellschaft gezielt und durch verschiedene Mechanismen (Rechtsetzung, sozialpolitische Interventionen, professionelle Projekte) hergestellt und als zentrales Ordnungsinstrument von Gesellschaft stabilisiert. Erklärungsbedürftig wird dann, welche Kalküle oder Ordnungsinteressen dazu führten, den privaten Raum als den Raum einer familiären Gemeinschaft (und nicht von Individuen) zu definieren, in dem sowohl die Machtasymmetrie zwischen Eltern und Kindern als auch die zwischen den Geschlechtern weitestgehend unangetastet bleiben. Das Seminar diskutiert in diesem Zusammenhang verschiedene historische und soziologische Zugänge zu der Frage, warum sich moderne Staatlichkeit vor allem mit dem Prinzip des Sozialstaats verbindet.

Forschungslernmodul: Fitnessstudios als Organisation von Körpern (Teil I)

Zeit: Mittwochs, 12-14 Uhr

Ort: Raum A212, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: FLM

Waren Fitnessstudios bis in die 1980er-Jahre Orte einer abweichenden Körperkultur (Bodybuilding), so sind sie inzwischen zu einer zentralen Organisation gegenwärtiger Körperprograme geworden. Die globale Fitnessindustrie hat sich dabei im Hinblick auf unterschiedliche (u.a. sportive, ästhetische, gesundheitsbezogene) Interessen organisational ausdifferenziert und professionalisiert. Zugleich fällt der Aufstieg dieser Organisationen und ihrer Körperprogramme mit einem erstarkenden Interesse der Soziologie an der Körperlichkeit sozialer Ordnung und Ungleichheitsverhältnisse zusammen. In Fitnessstudios wird die praktische, körperliche, emotionale und räumliche Herstellung von sozialen Kategorien wie etwa Selbst, Geschlecht, Sexualität, subkulturellen Identitäten oder Devianz sichtbar. Umgekehrt können auch Einblicke in die Mitgliedschaftserwartungen, Regeln und informellen Konventionen einer formalen Organisation gewonnen werden, deren Zweck in der systematischen Transformation von Körpern besteht.

Das Forschungslernmodul soll den Studierenden die Gelegenheit bieten, am Beispiel dieser Organisation eine eigenständige soziologische Fragestellung zu entwickeln, mittels (vorwiegend qualitativer) empirischer Erhebungsinstrumente zu bearbeiten und zu beantworten.

Eine Mitgliedschaft der Seminarteilnehmer*innen in Fitnessstudios ist erwünscht aber keine notwendige Bedingung für die Teilnahme am FLM. Die Veranstaltung wird im Wintersemester 2016/2017 fortgesetzt.

Seminare im Wintersemester 2015/16

Problemfeldanalyse: Kindeswohlgefährdung als soziales Problem – Konstruktionen, Kontexte und Praktiken

Zeit: Montags, 12-14 Uhr

Ort: Raum A310, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS II

Im Alltag werden soziale Probleme als Missstände der Gesellschaft verstanden, denen mit ökonomischen, politischen oder strafrechtlichen Mitteln zu Leibe gerückt werden soll. Gerade wenn es um Gewalt gegen Kinder (und damit gegen die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft) geht, wissen sich Politiker, Experten und die Menschen auf der Straße einig, dass das „gar nicht geht“. Zugleich gibt es aber erst seit einigen Jahren in Deutschland ein Gewaltverbot in der Erziehung und sie wird auch kaum strafrechtlich verfolgt.

Soziologisch gilt es daher in drei Richtungen zu fragen: Erstens nach den Gruppen (Politiker, Experten, soziale Bewegungen), die von der Behauptung und damit Konstruktion solcher Missstände profitieren, indem sie dafür öffentliche Aufmerksamkeit generieren, Definitionsmacht und Zuständigkeit reklamieren oder Dienstleistungen zur Lösung anbieten. Zweitens nach organisationalen Kontexten und professionellen Praktiken derjenigen Instanzen, denen die Abhilfe des „etablierten“ Problems Kindeswohlgefährdung übertragen wurde. Drittens kann man die gefundenen Lösungen darauf hin befragen, in wieweit sie von der gesellschaftlichen Problemdeutung abweichen und welche Konsequenzen aus solchen Diskrepanzen entstehen.

Theoriewerkstatt: In Tanzlokalen, öffentlichen Toiletten und Laboren – Organisationsethnographien von der Chicago School bis zum neuen Pragmatismus

Zeit: Montags, 14-16 Uhr

Ort: Raum A210, Gebäude 1146, Im Moore 21

Modul: AOS I

Das Seminar stellt klassische und aktuelle Studien aus dem Spektrum pragmatischer Ansätze der Soziologie (Chicago School, symbolischer Interaktionismus, Ethnomethodologie, Akteur-Netzwerk-Theorie/STS, neue pragmatische Kultursoziologie) vor, um sie auf deren theoretisch-konzeptionelle Modellierung und methodologische Erfassung von Organisationen hin zu überprüfen. Die Ansätze eint dabei sowohl ein eher „schwacher“ Organisationsbegriff, eine empirische Annäherung mittels ethnographischer Verfahren und damit auch ein befremdend, manchmal exotischer Blick auf das Normale, Alltägliche und scheinbar Selbstverständliche in Organisationen mit ihren Verwaltungen, Regeln und Funktionen.

Da die Studien kaum ins Deutsche übersetzt wurden, ist die Literatur fast ausschließlich Englisch.