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Zukunftstalente: Ein empirisches Planspiel über die Personalarbeit und Personalentwicklung

Mission Statement

Dieses Projekt wird am Institut für Soziologie der Universität Hannover unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Rust  durchgeführt, umfasst den Zeitraum von einem Jahr und ist Teil der Ausbildung von Studierenden der Sozialwissenschaften. Um den Absolventen des an diesem Institut in verschiedene Schwerpunkten differenzierten Studienangebots möglichst zukunftssichere Erfahrungen zu vermitteln, gilt ein großer Teil des Studiums den Methoden und Techniken empirischer Forschung sowie den statistischen Grundlagen der Datenerfassung und -interpretation. Die Themen werden auf die aktuellen Ereignisse und Entwicklungen in Gesellschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft  hin orientiert und durch eine fundierte theoretische Ausbildung untermauert. Als Bezugsrahmen dienen frühere Projekte und die Bezüge zu den aktuellen sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen. Mit diesem Ansatz kann gewährleistet werden, dass die Themen und Befunde auch dann unabhängig von konkreten Interessen definiert und erarbeitet werden, wenn es Kooperationen mit Forschungseinrichtungen anderer Institutionen oder Unternehmen gibt. Mit dieser Verbindung von Theorie, Empirie und Praxis wird ein wichtiger Aspekt der wissenschaftlichen Forschung berührt: Freiheit von strategischen Opportunismus als Voraussetzung für die vorbehaltlose Erfassung der Wirklichkeit. Nur auf dieser Grundlage lassen sich die Talente für eine unberechenbare Zukunft entwickeln.

 

Vorbemerkung

Das World Wide Web existiert in der Form, wie wir es heute kennen, seit etwa 25 Jahren. In diesem recht kurzen Zeitraum ist die Digitalisierung des Alltags- und des Arbeitslebens in einer unglaublichen Geschwindigkeit und Komplexität vorangeschritten. Längst bestimmen die Einsen und Nullen – die Digits – unser tägliches Leben in jedem auch nur erdenklichen Bereich, vor allem, was die Wirtschaft und damit die Unternehmen und die in den Unternehmen tätigen Menschen angeht. Algorithmen sind mittlerweile die zentralen Steuerungselemente für Personalarbeit, Logistik, Controlling, Marketing, Forschung und Entwicklung. Kundenbeziehungen und Warenwirtschaft basieren auf Daten, und viele Antworten auf Fragen der Zukunft werden nicht mehr von Menschen formuliert, sondern von den Auswertungsprogrammen von ungeheuren Datenmengen – Big Data – destilliert. Visionen von vernetzten Städten und autonomen Automobilen sind längst keine Fantastereien mehr.  Und das Privatleben wird mit Tausenden von Daten erfassenden und produzierenden Applikationen organisiert.