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DFG Projekt "Diversität und individuelle Karrieren"

 

(Laufzeit: Oktober 2014 bis Januar 2017)

Das Projekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Diversität auf die Karriere der einzelnen Mitglieder von Unternehmen. Dabei soll der Fokus sowohl auf den Einfluss der Diversität der Gesamtbelegschaft (cross level) als auch auf die Bedeutung der relativen Position des Einzelnen gelegt werden. Diversität wird hierfür als multidimensionales Konstrukt verstanden, sodass bedeutsame organisationsdemographische Merkmale, wie etwa Geschlecht, Alter, Betriebszugehörigkeit, ethnische Herkunft, Bildungs- und Berufsqualifikation in der Untersuchung Berücksichtigung finden. Konkret beschäftigt sich das Projekt mit den Fragen, welche Auswirkungen heterogene Belegschaften und die relative Position des Einzelnen in der organisationalen Ungleichheitsstruktur auf den individuellen Arbeitsmarkterfolg haben. Als zentrale Indikatoren der individuellen Karrieren werden (1) die individuelle Austrittswahrscheinlichkeit und (2) der Lohn betrachtet. Theoretisch eingebettet ist das Projekt zum einen in die Ansätze der Diversitätsforschung sowie ressourcentheoretische Ansätze der Organisationssoziologie, welche auch in der ökonomischen Theorie diskutiert werden. Zum anderen werden sozialpsychologische Ansätze, wie etwa die "Similarity-Attraction"-Theorie, die Theorie sozialer Kategorisierung sowie der Ansatz der "co-worker discrimination", herangezogen. Als Datengrundlage dienen Informationen aus den Integrierten Erwerbsbiographien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), mit denen die Erwerbsverläufe von Arbeitskräften umfassend untersucht werden können. Ergänzt werden diese um Informationen zum betrieblichen und regionalen Umfeld aus einem Datensatz, der im Rahmen des von der DFG 2011-2012 geförderten Projektes "Diversität und Erfolg von Organisationen" erstellt wurde.

Projektleiterinnen: Monika Jungbauer-Gans und Annekatrin Niebuhr (Universität Kiel)

Projektkoordinatorin: Christiane Gross

Projektmitarbeiter: Andreas Eberl, Cornelius Peters (Universität Kiel)

Projekthilfskraft: Michael Otto