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40 Jahre „Schlacht“ um das AKW Grohnde

Vortrag: 40 Jahre "Schlacht" um das AKW Grohnde

Öffentlicher Vortrag von Bernhard Gelderblom, Hameln

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Freitag den 12. Mai 2017 (14:15)

Ort: Leibniz Universität Hannover, Institut für Soziologie

Raum V111, Schneiderberg 50, 30167 Hannover

 

Es ist gerade 40 Jahre her, dass sich am 19. März 1977 am Bauplatz des AKW Grohnde im Weserbergland (45 Kilometer Luftlinie nach Hannover)  15.000 Demonstrantinnen und Demonstranten – viele aus Großstädten in Norddeutschland, Hessen und Nordrhein‐Westfalen – mit mehr als 5.000 Personen von Polizei und Grenzschutz härteste Auseinandersetzungen lieferten.
Der Referent, Historiker in Hameln, hat Erfahrungsberichte von mehr als 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demonstration (auch von Seiten der Polizei) gesammelt. Anhand dieser zumeist aus einem Abstand von 40 Jahren verfassten Berichte und mit einem reichen Bildmaterial werden die damaligen Ereignisse in ihrer Komplexität dargestellt.

 

 

 

Kontakt: Dr. Ina Rust

 

 

 

 

(v.l.n.r.: Wagner, M; Gelderblom, B.; Rust, I.)

Der Vortrag findet im Rahmen einer Lehrveranstaltung statt. Auch Interessierte außerhalb der Universität sind herzlich eingeladen, an dieser kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen

Projekt "Reziproke Integration" zur Geflüchtenforschung

Das Projekt "Reziproke (wechselseitige) Integration" (Frau Hoekstra, Frau Brünig, Frau Gewinner, Frau Rust) widmet sich unterschiedlichen Themen der Geflüchtetenforschung. Es wird seit April 2016 in Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen durchgeführt und von der Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover gefördert.

In ihm wird der Frage nachgegangen, inwiefern neu angekommene und in der Stadt und Region Hannover lebende Geflüchtete bereits Schritte zur Integration unternommen haben und wie sich die Einstellungen und Handlungen der „alteingesessenen“ Bevölkerung durch die aktuellen Fluchtbewegungen verändern. Integration wird dabei als wechselseitiger Prozess betrachtet.

Durch die Forschung soll in Erfahrung gebracht werden, wie stark die Integrationsbereitschaft unter den Geflüchteten sowie der Bevölkerung ausgeprägt ist. Darüber hinaus werden eine Vielzahl von Einzelthemen behandelt wie beispielsweise die Rolle von Handys und Social Media für die Entscheidung zur Flucht, Navigation auf den Fluchtrouten, Integration in Deutschland und das Kontakthalten in die alte Heimat.

Dadurch soll in Erfahrung gebracht werden, wie stark die Integrationsbereitschaft unter den Geflüchteten sowie der Bevölkerung ausgeprägt ist. Konkret soll beispielsweise erfragt werden, welche Integrationsprojekte, wie z.B. Patenschaftsprogramme, in der Stadt und Region Hannover sowohl den Flüchtlingen, als auch Personen der dortigen Wohnbevölkerung bekannt sind und von diesen jeweils genutzt werden.

Bericht über die studentische Tagung zur Qualitativen Sozialforschung

Ausführlicher Bericht zur studentischen Tagung zur Qualitativen Sozialforschung am 31.01.2015 am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover von Anna Donjes und Amelie Henze:

„Der Jahrgang BA Sozialwissenschaften aus dem Wintersemester 2013/2014 mit ca. 130 Studenten hat sich am Samstag, den 31.01.2015 passend zum Ende der Vorlesungszeit zu einem krönenden Abschluss, des Seminars „Qualitative Sozialforschung“ im Institut für Soziologie am Schneiderberg 50 eingefunden. Unter der Leitung von Frau Dr. Ina Rust versammelten sich die Studenten zu einer Tagung um unter anderem ihre eigene durchgeführte Forschung vorzustellen und den Studierenden das Feeling einer Tagung etwas näher zu bringen. Das Programm war vielseitig und geprägt von den Erlebnissen, die die Studierenden in den letzten zwei Semestern im Rahmen des Seminars gemacht hatten. In Gruppen hatten die Studenten im vergangenen Jahr zu unterschiedlichsten Themen die sie sich selbst aussuchen konnten, eigene Forschungsprojekte durchgeführt, Leitfäden erstellt, Interviews geführt, diese ausgewertet und wenige Tage vor der studentischen Tagung ihre Forschungsberichte abgegeben. Um ihnen so den gesamten Forschungsverlauf von der Themenfindung, über die Hypothesenbildung bis hin zur Auswertung praxisorientiert näher zu bringen.

Unter anderem stand im Fokus der Tagung die Vorstellung einiger Forschungsberichte, die auf unterschiedliche Weise den Kommilitonen näher gebracht wurde. Drei Referenten stellten anhand von Vorträgen zu den Themen „Studiengangwechsel“ - wobei das Hauptaugenmerk dieser Forschung auf den mangelnden Informationen der Studienanfänger lag - sowie einen Vortrag zum Thema Migrationsforschung unter der Fragestellung „Migration und Erinnerungskulturen in Bezug des 25. jährigen Mauerfalls“ vor. Hierbei galt die Besonderheit der Zusammenarbeit mit dem „Radio Flora“. Da die Interviews in Absprache mit den Interviewten nicht anonymisiert wurden, konnte an gewissen Stellen Originaltonaufnahmen abgespielt werden, was den Vorträge lebhaft gestaltete.

Ein Thema mit dem sich viele der Forschenden im Laufe ihres Forschungsprozesses beschäftigen, ist der Ethikkodex. Forschende der Gruppen zu den Themen „Drogenkonsum“, „Islamphobie“, „Pflegeberufe“ „geflüchtete Frauen“ und „Homophobie“ waren gezwungen sich im Rahmen ihrer Forschung mit dem Ethik-Kodex zu beschäftigen, da manche Themen so heikel für die Befragten und Betroffenen waren, dass sie nur im Rahmen der vollständigen Anonymisierung Informationen über sich selber und ihre persönliche Geschichte preis geben wollten. Unter der Leitung einer Kommilitonin, haben jeweils ein Forschender aus den genannten Gruppen an der Podiumsdiskussion teilgenommen und ihre persönliche Meinung vertreten, was in wiefern und in welchem Grad für sie selber als ethisch vertretbar gilt. Es stellte sich hierbei zum Beispiel die Frage, ob es für Forscher ethisch vertretbar sei, die Information, dass Menschen die „harte Drogen“ konsumieren, weiterzuleiten oder auch nicht. Inwiefern  in solchen Fällen die Anonymität aufgehoben werden kann und darf. Können sie diese Information für sich selber behalten und damit Leben ohne etwas unternommen zu haben? Oder sind die Forscher erst verpflichtet wenn dritte hierbei zu schaden kommen? Dürfen sie Informationen überhaupt weiter geben? Weitere Anreize fand die Diskussion, die ohne hin schon unterschiedliche Aspekte der Forschenden zum Vorschein gebracht hatte, indem sie für das Plenum freigegeben wurde und jeder der Studierenden, die in den vergangenen 10 Monaten persönliche Erfahrungen zum Thema Forschung und Ethik gemacht hatten, sich hier mit einbringen konnte.

Um noch weitere Forschungen und deren Ergebnisse vorzustellen, sollte sich jedoch nicht nur ein Vortrag an den anderen Reihen und jede Gruppe ihre eigenen Ergebnisse vorstellen. Zwei Forschungsberichte wurden an diesem Abend anhand von Co-Referaten vorgestellt, wobei sich die Gruppenmitglieder jeweils mit dem Forschungsberichte einer anderen Gruppe beschäftigt haben und die wichtigsten Aspekte zusammenfassend vorgetragen haben. Da die Gruppen sich selber nicht 10 Monate lang mit den Themen beschäftigt haben und die Ergebnisse eher objektiv betrachtet haben, konnten sich die Referenten auf die wirklich wichtigsten Aspekte der Forschungsberichte beziehen und hatten eher ein Gefühl dafür, was vielleicht für die Zuhörer an Verständnisfragen noch ungeklärt schien.

Vor Beginn der Tagung hatten alle Gruppen den Auftrag bekommen ihr eigenes Forschungsthema kurz und knapp anhand eines DIN A0 Posters mit kurzes Texten und Visualisierungen für die anderen Gruppenmitglieder darzustellen. Im Laufe des Abends wurden die besten Plakate von den Studierenden gewählt, wobei die fünf Mitglieder der Gruppe „Urban Gardening“ für ihr Poster die meisten Punkte für sich sammeln und als Preis eine für Studiumszeiten unbegrenzte Lizenz für das Programm „MAXQDA“ erhielt.

Angelehnt an die Punktevergabe der Postersession sollte abschließend als Highlight des Abends jede Gruppe innerhalb von zwei Minuten im Schnelldurchlauf ihr Poster vorstellen und sich dabei auf die wichtigsten Aspekte aus dem Verlauf des Forschungsprozesses, von der ersten Hypothesenbildung, über den Zugang zum Feld, ihre Interviews sowie die wichtigsten Ergebnisse vorstellen. Was den Höhepunkt und somit auch den Abschluss des Programms des Abends bilden sollte.

Der Jahrgang B.A. Sozialwissenschaften WS 2013/2014 möchte sich an dieser Stelle noch einmal für die Leitung der Tagung, sowie die Planung und Durchführung des gesamten Seminars über die vergangenen zwei Semester bei Frau Dr. Ina Rust sehr herzlich bedanken.“                                            

Anna Donjes und Amelie Henze

Studentische Tagung zur Qualitativen Sozialforschung

Am 31.01.2015 hat am Institut für Soziologie unter der Leitung von Frau Dr. Ina Rust eine studentische Tagung zur Qualitativen Sozialforschung stattgefunden.

Dabei präsentierten 130 Studierende des Studiengangs BA Sozialwissenschaften die Ergebnisse von 26 qualitativen Forschungsprojekten  zu selbstgewählten Themen mit einer großen Bandbreite, die beispielsweise vom "Leistungsdruck bei Assistenzärzten" über die "Motive zum Studienfachwechsel" bis hin zur "Invasiven Pränataldiagnostik" reichten.

Podiumsdiskussion zur Forschungsethik

Zudem reflektierten die Studierenden projektübergreifend methodenbezogene Fragen der Forschungsethik im Rahmen einer Podiumsdiskussion - eingebunden in das weitere  Tagungsprogramm (bitte anklicken).

Neben der Ergebnispräsentation und der Methodenreflexion war das didaktische Ziel der Tagung, dass die Studierenden, von denen nahezu alle bisher keine Tagung besucht hatten (128 von 130), einmal die Organisation und zentrale Elemente einer wissenschaftlichen Tagung (Vortrag, Co-Referat, Podiumsdiskussion und Poster Session) kennen gelernt haben.

Als Highlight wurden die besten drei der 26 Projektposter in der Poster Session von den Studierenden selbst gewählt. Den dritten Platz erreichte die Gruppe „Freiwilligendienste in der MHH“, den zweiten Platz die Gruppe „Drogenkonsum von Studierenden“. Die Gruppen erhielten Buchpreise. Die Teilnehmer der Gewinnergruppe „Urban Gardening in Hannover“ erhielten jeweils eine Studierendenlizenz von MAXQDA.

Ein ausführlicher Bericht über die studentische Tagung von den Teilnehmerinnen Anna Donjes und Amelie Henze ist weiter unten nachzulesen.

Wir danken dem Vorstand des Instituts für Soziologie, dem Verein Campus Cultur sowie der Firma Verbi MAXQDA für die Unterstützung der studentischen Tagung.

Dr. Ina Rust und Tutorenteam sowie die Studierenden des Studiengangs Sozialwissenschaften (Jahrgang 2013 - Methodenjahrgang 2014/ 15)

Preis für Projekt im Migrationsbereich

"Vom Arbeitsbereich (Ina Rust) wurde u.a. das Projekt "Erinnerungskulturen - Erinnerungswerkstatt" in Kooperation mit der Arbeitsstelle DiversitAS (Irmhild Schrader, Anna Joskowski) durchgeführt. Hierbei wurde der Jahrestag des Mauerfalls zum Anlass genommen, um zu untersuchen, inwiefern die migrantische Sichtweisen auf dieses historische Ereignis in die deutsche Geschichtsschreibung und Identitätsbildung eingeflossen sind und was dies über Teilhabe von Migrantinnen und Migranten allgemein aussagt. Das Projekt wurde von der Stadt und Region Hannover gefördert und 2015 mit einem Preis der Bundeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet. Weitere Informationen: Egblomassé, Anke/ Joskowski, Anna/ Rust, Ina (2015): Öffnung der Hochschule für migrantische Perspektiven – Pädagogische, politische und soziologische Überlegungen, in: Schrader, Irmhild/ Joskowski, Anna/ Diaby, Karamba/ Griese, Hartmut (Hrsg.): Vielheit und Einheit im neuen Deutschland Leerstellen in Migrationsforschung und Erinnerungspolitik, Reihe: Bildung in der Weltgesellschaft 8, Brandes & Apsel, Frankfurt."

Ulrich Beck ist tot

Am Neujahrstag 2015 ist der große Modernisierungstheoretiker Ulrich Beck gestorben. 

Seine Werke sind prägend für die Soziologie. Sein Wirken reichte weit über die Wissenschaft hinaus. Die detaillierte Beschreibung der "Risikogesellschaft" durch Beck wird auch weiterhin als Analyserahmen für zentrale gesellschaftliche Probleme dienen.

Hier der Link zu seiner Homepage.

www.ls2.soziologie.uni-muenchen.de/personen/professoren/beck_ulrich/index.html

Öffnung von Seminaren für die Antidiskriminierungswoche

Drei meiner Lehrveranstaltungen sind für alle Interessierten geöffnet: 

  • Qualitative Sozialforschung -Teil II (Kurs 2)
    Schwerpunkt: Besondere Diskriminierung afrikanischer Flüchtlinge in Deutschland? - Einschätzungen aus der Sicht kommunaler Migrations- und Integrationsbeauftragter in Niedersachsen

    Donnerstag, Einzel, 12:00 -14:00 Uhr, 13.11.2014,  Raum 111, Gebäude 3109 (Schneiderberg 50 - Institut für Soziologie)

  • Qualitative Sozialforschung -Teil II (Kurs 3)
    Schwerpunkt: Effekte sozialer Netzwerke auf das Coming Out von Lesben und Schwulen

    Freitag, Einzel, 10:00 -12:00 Uhr, 14.11.2014, Raum 111, Gebäude 3109 (Schneiderberg 50 - Institut für Soziologie)

  • Qualitative Sozialforschung -Teil II (Kurs 4)
    Schwerpunkt: Einflüsse der Inklusion von Menschen mit körperlicher Behinderung auf die Unternehmenskultur? Einschätzungen aus der Sicht von Inklusions-/ Behindertenbeauftragten niedersächsischer Unternehmen

    Freitag, Einzel, 12:00 -14:00 Uhr, 14.11.2014, Raum 111, Gebäude 3109 (Schneiderberg 50 - Institut für Soziologie)

Interkulturelles Intensivtraining - Zusatzangebot im Rahmen der Antidiskriminierungswoche

Volkmer, Ilka/ Schweer, Jolanta

Dienstag, Einzel, 11:15 –13:15 Uhr, 11.11.2014,

Fakultätsratsraum im Conti-Hochhaus (Königsworther Platz 1) in der 14. Etage (Raum 1415, Gebäude 1502)

http://www.uni-hannover.de/de/service/wegweiser/conti-hochhaus/

Veranstaltungsbeschreibung:

Im Rahmen von Interkulturellen Öffnungsprozessen beispielsweise der Bundes-, Landes oder Kommunalverwaltung werden zunehmend interkulturelle Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen dieser amtlichen Stellen durchgeführt – ebenso finden sich interkulturelle Trainings in Firmen mit globaler Ausrichtung. Bei der interkulturellen Sensibilisierung wird nicht die Faktenwissensvermittlung vorrangig in den Mittelpunkt gestellt. Vielmehr wird mit Übungen gearbeitet, durch welche individuelle, sehr persönliche Lernprozesse angestoßen werden können. Eine ernsthafte interkulturelle Sensibilisierung braucht einen Umfang von mindestens zwei ganzen Tagen. Hier wird das Experiment gewagt, innerhalb von zwei Stunden, ausgewählte zentrale Trainingsübungen anzuwenden. Die Zahl der Teilnehmenden ist aufgrund des besonderen Charakters auf 20 Personen beschränkt. Die Veranstaltung wird initiiert von Dr. Ina Rust (Institut für Soziologie). Durchgeführt wird sie von Dipl.Sozialwirtin Ilka Volkmer (Göttingen), die interkulturelle Didaktik studiert hat und Jolanta Schweer (Hannover), die zertifizierte Trainerin für interkulturelle Trainings ist.

Bemerkung: Eine Anmeldung ist erforderlich bei: Ina.Rustphil.uni-hannover.de