Forschungsprojekte am Arbeitsbereich Bildungssoziologie

Auf dieser Seite finden Sie kurze Informationen zu laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten am Arbeitsbereich.


LAUFENDE FORSCHUNGSPROJEKTE

  • Inklusive Zugänge an die Hochschule über berufliche Schulen?

    INKLUSIVE ZUGÄNGE AN DIE HOCHSCHULE ÜBER BERUFLICHE SCHULEN?

    Gefördert vom Leibniz Forschungszentrum Wissenschaft und Gesellschaft (LCSS)

    Laufzeit: 10/2020 – 09/2022

    Projektleitung: Prof. Dr. Christian Imdorf; Dr. Nadine Bernhard

    Projektmitarbeiterin: Nadine Dörffer, M.A.

    Projektbeschreibung: Das Forschungsprojekt befasst sich aus soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektive mit beruflichen Schulen als möglichen Zubringern in ein Hochschulstudium. Im Fokus steht dabei die Frage, ob und wie berufliche Schulen eine ungleichheitsreduzierende bzw. -kompensierende Funktion im Übergang von der Sekundarstufe II auf die Hochschule ausüben. Differenziert wird sowohl zwischen den verschiedenen Typen beruflicher Schulen sowie auch der Art der Hochschulzugangsberechtigung. Zusätzlich wird untersucht, inwiefern wissenschaftliche Erkenntnisse einen Einfluss auf die praktische Umsetzung und die Legitimation von Handlungen, die den Übergang an Hochschulen unterstützen, an beruflichen Schulen ausüben.

    Im Gesamten wird das Projekt klären, wie institutionelle und soziale Durchlässigkeit zur Hochschule durch bestimmte Schulen und Schulformen und deren organisationale Kontexte befördert werden. Dazu werden in einem ersten Schritt verschiedene Typen beruflicher Schulen und Arten der Hochschulreife quantitativ anhand der Daten des DZHW Studienberechtigtenpanels auf ihre institutionelle Vermittlung von sozial inklusiven Hochschulzugängen überprüft. Aufbauend auf diese Ergebnisse wird in einem zweiten Schritt eine qualitative Erhebung durchgeführt, um die institutionellen und sozialen Effekte der Schulen besser zu verstehen. Dazu wird ein kontrastierender, kontextsensitiver Fallstudienvergleich anhand ausgewählter beruflicher Schulen in Niedersachsen durchgeführt.

    Indem aufgezeigt wird, wie berufliche Schulen konkret mehr soziale Gleichheit im Zugang zu höherer Bildung ermöglichen, sollen Empfehlungen für das politisch-administrative System formuliert werden, damit die soziale Durchlässigkeit auf dem berufsbildenden Weg an die Hochschulen noch verbessert werden kann. 

PROMOTIONSPROJEKTE

Miriam Grønning

Institutional characteristics of upper secondary vocational education and training in Switzerland: How do they affect VET diploma holders’ early labour market outcomes?

German Title: Die Rolle der Ausgestaltung der beruflichen Grundbildung für den frühen Berufsverlauf. 

Supervisor: Prof. Dr. Christian Imdorf 

Planned Submission Date: Spring 2021 

Swiss upper secondary vocational education and training (VET) consists of around 230 training occupations that differ institutionally, for example, in terms of their specificity (e.g. share of practical and theoretical education and training), differently standardised examinations and number of requirement levels. The dissertation project investigates how this heterogeneity in VET impacts VET-Diploma Holders’ early labour market outcomes, in particular their income and mobility chances. In a first step, detailed information about the institutional characteristics of the training occupations, i.e. the level of specificity, standardization and vertical differentiation, will be collected from VET Curricula. Next, this data will be linked with representative individual level data (Swiss Labour Force Survey). Last, quantitative, multivariate analysis (multilevel and propensity score methods) will be used to shed light on how training programs’ institutional characteristics facilitate or hamper young people’s labour market entry and early career. 

Jan Roloff

Nach Bologna: Primäre und sekundäre Effekte der sozialen Herkunft in einer gestuften Studienstruktur

Erstgutachterin: Prof. Dr. Kathrin Leuze

Zweitgutachter: Prof. Dr. Steffen Schindler

Abgabe: geplant für Ende 2019

Die kumulativ angelegte Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit es am Übergang vom Bachelor- ins Masterstudium zu sozialen Bildungsungleichheiten kommt. Warum nehmen Jugendliche aus sozioökonomisch besser gestellten Familien häufiger ein Masterstudium auf? Im Rahmen der einzelnen Untersuchungen wird der Einfluss individueller sowie institutioneller Einflussfaktoren auf Bildungsverläufe analysiert, hierfür werden quantitativ-empirische Datenanalysen repräsentativer Datensätze (Nationales Bildungspanel, DZHW Studienberechtigtenbefragung) durchgeführt. Letztlich soll somit ein Beitrag zu der Frage geleistet werden, inwieweit sich der Beitrag des Bildungssystems zur Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Zuge der Studienstrukturreform gewandelt haben könnte.