BEWÄLTIGUNGSSTRATEGIEN ZU COVID-19: GESELLSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN

KURZFASSUNGDas Projekt "Bewältigungsstrategien zu Covid-19: Gesellschaftliche Auswirkungen" zielt darauf ab, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und der begleitenden Einschränkungsmaßnahmen auf soziale Ungleichheiten in Deutschland zu erfassen und zu analysieren. Es treibt die internationale Forschungsagenda als Reaktion auf die Pandemie voran, indem es insbesondere die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen auf soziale Ungleichheiten auf der Mikroebene untersucht und sich dabei auf Haushalte als Zielgruppe konzentriert.

Familien mit kleinen Kindern sind von den Maßnahmen vieler Regierungen zur Bekämpfung der aktuellen Coronavirus-Pandemie besonders stark betroffen. Wie Eltern und Kinder mit dem erhöhten Stresslevel durch die Lockdowns zu Hause umgehen und wie die Gesellschaft auf die besonderen Bedürfnisse der Familien bei der Bewältigung dieser Krise reagiert, war in den öffentlichen und politischen Debatten nicht von unmittelbarer Bedeutung. Die Pandemie ist nicht nur eine Herausforderung für Eltern und Kinder, sondern vor allem für Frauen.

Das Ziel des Projekts ist es, zu beleuchten, wie Familien mit Kindern und insbesondere Frauen mit den komplexen Auswirkungen der Krise umgehen. Die Forschungsfragen sind:

  1. Wie wird im öffentlichen Diskurs über Familien und ihre Bedürfnisse gesprochen?
  2. Welche Folgen haben die Lockdownmaßnahmen für Familien, insbesondere für Alleinerziehende und Doppelverdienerpaare mit Kindern?
  3. Ändert sich die Verteilung der unbezahlten Arbeit bei den Paaren?

Die Analyse basiert auf einem qualitativen Mixed-Methods-Ansatz, der verschiedene Perspektiven (öffentliche Medien und individuelle Ebene) trianguliert. Es wird eine Untersuchung des öffentlichen Diskurses durchgeführt. Angereichert wird diese durch mehrere Befragungswellen, die die partnerschaftliche Arbeitsteilung, soziale Interaktionen sowie das Mobilitätsverhalten thematisieren. Die erste Befragungswelle fand im Sommer 2020 in Kooperation mit der Stadt Hannover statt (https://www.uni-hannover.de/de/universitaet/aktuelles/presseinformationen/detail/news/befragung-zur-bewaeltigung-der-corona-krise/).
Die zweite Befragungswelle läuft im Frühling 2021 (http://covid-19-coping.uni.lu/). So kann ein Trend in Einstellungen und Praktiken festgestellt werden.

© Gewinner
Dr. Irina Gewinner
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Adresse
Schneiderberg 50
30167 Hannover
Gebäude
Raum
112
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