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Forschungskolloquium des ISH

Forschungskolloquium des ISH

Am zweiten Termin des Forschungskolloquiums am Institut für Soziologie, der dieses Mal nur für die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Instituts geöffnet war, präsentierten Stefan Grimpe und Katharina Braunsmann ihre aktuellen Projekte.

Die Präsentationen gestalteten sich sehr abwechslungsreich, da beide Projekte in sehr unterschiedlichen Stadien stecken: Während Stefan Grimpe, Mitarbeiter am Arbeitsbereich Soziologische Theorie, die Überlegungen für seine Doktorarbeit vorstellte, hatte Katharina Braunsmann vom Arbeitsbereich Soziologie der Digitalisierung einen gemeinsam mit Stefanie Büchner verfassten Artikelentwurf zu Ergebnissen ihres laufenden Forschungsprojekts mitgebracht.

Auch inhaltlich und methodisch spiegelten die Beiträge die Breite der am Institut für Soziologie vertretenen Forschung wider: Stefan Grimpe erläuterte in seinem Vortrag die Historie und Vielschichtigkeit des Solidaritätsbegriffs, und stellte mögliche empirische Forschungsfelder vor. Diskutiert wurde von den Teilnehmenden unter anderem, anhand welcher gesellschaftlichen Institutionen und auf welchen Ebenen sich das Phänomen Solidarität soziologisch untersuchen lässt. Aber auch zu praktischen Fragen der Finanzierung und Organisation, mit denen sich Promovierende angesichts der unsicheren Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft konfrontiert sehen, gab es einen Austausch.

Die von Katharina Braunsmann vorgestellten Forschungsergebnisse beruhen auf dem von Stefanie Büchner geleiteten Forschungsprojekt "Digital Cases", in dem in den drei Bereichen Jugendhilfe, Soziale Dienste und Krankenhaus jeweils umfassende Organisationsethnografien zu Digitalisierungsprozessen durchgeführt wurden. Anhand des Textentwurfs wurden sowohl Vorschläge für theoretische Vertiefungen als auch erweiternde Fragen zur Empirie diskutiert und angeregt.

Der Austausch im Rahmen des Kolloquiums bot mit diesen beiden tollen Vorträgen nicht nur einen Einblick in spannende soziologische Fachthemen sondern auch die Gelegenheit, sich unter den wissenschaftlichen Mitarbeitenden besser kennenzulernen und von den vielfältigen Kompetenzen und Erfahrungen der Kolleg*innen inspirieren zu lassen.