Forschungsprojekte am Arbeitsbereich Soziologie der Digitalisierung

LAUFENDE FORSCHUNGSPROJEKTE

Freigeist-Forschungsgruppe "Digital Cases"

Projektlaufzeit: 2019 - 2024

Drittmittelgeber: VolkswagenStiftung (Freigeist-Fellowship)

Die Forschungsgruppe "Digital Cases" untersucht, inwiefern komplexe digitale Infrastrukturen wie elektronische Fallmanagementsysteme das Verhältnis von Organisation, Technologie und Profession neu konfigurieren. Leitend ist hierbei die Vermutung, dass diese Systeme weit mehr als passive Tools darstellen, sondern eigene Akteurspotentiale entfalten. Das Projekt geht nicht von einer Setzung dieses Akteurscharakters aus, sondern entscheidet sich für eine prozessorientierte empirische Exploration. Die ethnografische Studie umfasst hierbei drei unterschiedlich fallförmig operierende Organisationen: Ein Krankenhaus, einen Appentwickler für Soziale Träger sowie einen sozialen Dienst, operiert also organisationstypenübergreifend und vergleichsorientiert. In der Feldphase experimentiert "Digital Cases" hierzu erstmals mit dem Forschungsdesign eines einmaligen Feldwechsels der Soziolog*innen in der zweiten Hälfte des Forschungsprojekts (Ko-Ethnografie, Publikation in Bearbeitung). Die Feldphase beginnt im Herbst 2020.

Die Forschungsgruppe ist Mitglied des DFG-Schwerpunktprogramms  "Digitalisierung der Arbeitswelten"  im Cluster "Steuerung, Kontrolle, Autonomie" . 

 

ForschungsgruppenleiterinProf. Dr. Stefanie Büchner
Forschungsteam

M.A. Katharina Braunsmann
M.A. Korbinian Gall
M.A. Justus Rahn

HilfskraftFynn Rabe
Kontakt

Prof. Dr. Stefanie Büchner

Leibniz Universität Hannover
Institut für Soziologie
Im Moore 21 (Vorderhaus)
30167 Hannover 

Telefon: 0511/762-3143

E-Mail: s.buechner@ish.uni-hannover.de

AssoziierungenDigital Cases ist seit Februar 2021 im DFG-Schwerpunktprogramm "Digitalisierung der Arbeitswelten" (2267) assoziiert. Dort ist das Projekt im Cluster "Steuerung, Kontrolle, Autonomie" zu finden.    

OPAL (ESF "Projekte Soziale Innovation")

Projektlaufzeit: 2020 - 2023

Drittmittelgeber: NBank

Wie bei kaum einem anderen gesellschaftlichen Problem erscheinen Informations- und Assistenzsysteme als Zukunftsversion für eine Pflege 4.0. Digitale Technologien sollen nicht nur die Lebensqualität der Pflegenden steigern und Pflegende entlasten, sondern auch die Effizienz von Pflegeleistungen erhöhen. Mangelnde Gebrauchstauglichkeit führt dabei häufig zu geringer Akzeptanz der Nutzer*innen. Doch die Digitalisierung der Pflege ist komplexer als auf den ersten Blick ersichtlich. Erfolgreiche Technologien müssen nicht nur für, sondern mit den Nutzer*innen entwickelt werden. Der partizipative Ansatz des soziologischen Teilprojektes von OPAL arbeitet dementsprechend explizit mit den unterschiedlichen Perspektiven aller Beteiligten. Das qualitative Forschungsdesign umfasst unter anderem Interviews und Fokusgruppengespräche. Insbesondere die Auswirkung der digitalen Innovationen auf die Arbeitsorganisation und die Pflegepraktiken stehen im Fokus. So sollen Problemfelder erkannt und ungenutzte Potentiale erschlossen werden. 

ForschungsgruppenleiterinProf. Dr. Stefanie Büchner
Forschungsteam

Dr. Jannis Hergesell
M.A. Malte Weber
M.A. Jeff Reimer (L3S, reimer@l3s.de)

Kontakt

Prof. Dr. Stefanie Büchner

Leibniz Universität Hannover
Institut für Soziologie
Im Moore 21 (Vorderhaus)
30167 Hannover 

Telefon: 0511/762-3143

E-Mail: s.buechner@ish.uni-hannover.de

 

Informationen über das Projekt OPAL finden sich auch im L3S-Magazin "Binaire"


Ethnografie der Responsibilisierung Künstlicher Intelligenz

Projektlaufzeit: 2020-2023

Drittmittelgeber: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Die Entwicklung verantwortungsvoller KI ist auch aus soziologischer Sicht herausfordernd.  Im Rahmen des Graduiertenkollegs "Verantwortungsvolle KI in der Digitalen Gesellschaft" nutzt das Projekt "Ethnografie der Responsibiliserung Künstlicher Intelligenz" die einmalige Chance zur rekursiven Forschung. So öffnet das GK seine Teilprojekte für ein soziologisch-ethnografisch orientiertes Promotionsprojekt, das empirisch beobachtet, wie verantwortungsvolle KI von einem gesellschaftlichen Wert in konkrete Technologie in Forschung und Praxis eingeschrieben und übersetzt wird. Leitend sind dabei drei Fragen: Welche gemeinsamen und unterschiedlichen Verständnisse von verantwortungsvoller KI bilden sich im Projektverlauf heraus und wie stabil und dynamisch sind diese? Von welchen unterschiedlichen gesellschaftlichen Logiken werden diese Verständnisse getrieben? Wie wird Verantwortung im Entwicklungsprozess zwischen Technologie und menschlichen Akteuren konstruiert und verteilt? Durch den exklusiven Feldzugang zu ausgewählten Projekten des Promotionsprogramms in verschiedenen Clustern eröffnen sich hier einzigartige Möglichkeiten, empirische Einsichten in die zukünftig zentralen Prozesse der Verantwortlichmachung von Technologien und Forschung zu gewinnen.

 

Kontakt

Prof. Dr. Stefanie Büchner

Leibniz Universität Hannover
Institut für Soziologie
Im Moore 21 (Vorderhaus)
30167 Hannover 

Telefon: 0511/762-3143

E-Mail: s.buechner@ish.uni-hannover.de