Master Wissenschaft und Gesellschaft

Wir begrüßen Sie auf den Internetseiten des interdisziplinären Masterstudiengangs Wissenschaft und Gesellschaft (Wisges).

Der Studiengang ist am Institut für Soziologie angesiedelt und wird als fächer- und fakultätsübergreifendes Programm seit dem Wintersemester 2010/2011 neu angeboten. Er fokussiert Gesellschaften als Wissensgesellschaften und setzt nicht zuletzt im Rahmen der Neuausrichtung des Instituts für Soziologie innovative thematische und methodische Schwerpunkte.

Auf diesen Webseiten finden Sie grundlegende Informationen zum Masterprogramm Wissenschaft und Gesellschaft. So können Sie sich beispielsweise über Studieninhalte, Studiengangsstrukturen und beteiligte Personen informieren.

Fragen Sie sich, welche Berufsperspektiven Sie mit einem Abschluss des Masters Wissenschaft und Gesellschaft haben? Schauen Sie doch auf unserem neuen Portal Nach dem Studium vorbei und informieren Sie sich über Werdegäne, Projekte und aktuelle Tätigkeiten unserer Absolventen und Absolventinnen. In unserer neuen Rubrik Alumni im Gespräch können Sie sich zusätzlich informieren.

Falls Sie Fragen oder einen Gesprächstermin wünschen, möchten wir Sie einladen, die zuständige Ansprechpartnerin Viktoria Fixel zu kontaktieren.

DOKUMENTE, ZULASSUNGSORDNUNG UND BEWERBUNG

DAS CURRICULUM DES STUDIENGANGS WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT SETZT SICH AUS FOLGENDEN ACHT MODULEN ZUSAMMEN:

  • Grundlagenmodul Wissenschaft und Gesellschaft

    Aufbau und Struktur:

    Das Studium beginnt im ersten Semester mit dem Grundlagenmodul Wissenschaft und Gesellschaft, welches die Studierenden systematisch in den thematischen Zusammenhang des Studiengangs einführt. Es umfasst drei disziplinäre Perspektiven: die soziologische, die ökonomische und die der theoretischen und praktischen Wissenschaftsphilosophie. Aus soziologischer Sicht werden aktuelle soziologische Gegenwartsdiagnosen mit Schwerpunkt Wissens- bzw. Wissenschaftsgesellschaft vorgestellt und diskutiert. Weiterhin werden empirische und theoretische Aspekte der Bildungsökonomik und theoretische und praktische Fragen der Wissenschaftsphilosophie behandelt. Hinzu kommt eine Übersicht über die Akteure und Institutionen des Hochschul- und Wissenschaftssystems (national und europäisch). Das Modul ist deshalb umfangreich, damit die Student/innen gleich im ersten Semester eine interdisziplinäre Herangehensweise an die Themen und Analysen der Studieninhalte kennen und praktisch handhaben lernen.

    Im Grundlagenmodul werden in vier Lehrveranstaltungen 20 Credit Points erworben. Die Lehrveranstaltungen lauten:

    • Soziologische Gegenwartsdiagnosen/Wissensgesellschaft (2 SWS)
    • Einführung in die theoretische und praktische Wissenschaftsphilosophie (2 SWS)
    • Bildungsökonomik (2 SWS)
    • Akteure und Institutionen des Hochschul- und Wissenschaftssystems (2 SWS)

    Als Prüfungsleistung ist eine große Hausarbeit im Umfang von ca. 25 Seiten vorgesehen. 

  • Methodenmodul 1: Vertiefung in den Methoden der empirischen Sozialforschung

    Die Studierenden werden in die Lage versetzt, qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung selbst praktisch anzuwenden. Sie lernen für konkrete Forschungsfragen geeignete qualitative und quantitative Methoden auszuwählen und zu übertragen. Weiterhin erwerben sie die Fähigkeit, sozialwissenschaftliche Untersuchungen methodenkritisch zu rezipieren.
     
    Das Methodenmodul vermittelt vertiefte Methodenkompetenzen für Forschungsprojekte. Die in diesem Modul erworbenen Kompetenzen werden im Projektstudium praktisch angewendet.  Alle Studierenden wählen jeweils eine Lehrveranstaltung zu qualitativen und quantitativen Methoden aus. Diese Veranstaltungen vertiefen die Methodenkenntnisse aus dem Bachelorstudium.

    In dem Methodenmodul 1 werden 10 Leistungspunkte erworben. Als Prüfungsleistung wird eine Klausur oder Hausarbeit verlangt.

  • Modul Forschungsmethodik

    Der Studienverlauf wird vom ersten bis zum zweiten Semester von einem Modul Forschungsmethodik begleitet, welches in enger inhaltlicher Abstimmung mit dem Grundlagenmodul Wissenschaft und Gesellschaft stattfindet. Die dort theoretisch und grundlegend dargestellten Forschungsperspektiven zum Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft werden in diesem Modul anhand gegenwärtiger Fragen erläutert und vertieft. Dies geschieht vor allem im Rahmen eines Kolloquiums, in dem fachwissenschaftliche und wissenschaftspolitische Vorträge von internen und externen Lehrenden gehalten werden.

    Im Tutorium werden diese Vorträge vor- und nachbereitet und durch die Vermittlung wissenschaftssoziologischer und -politischer Grundbegriffe systematisch vertieft. Weiterhin dient das Tutorium dazu, die Studierenden auf das Projektstudium vorzubereiten. Hierfür werden ihnen die Arbeitsgebiete, Organisationsformen und aktuellen Projekte der Praxispartner vorgestellt. Mit diesem Modul ist das Mentorenprogramm eng verknüpft.

    Im zweiten Semester findet im Modul Forschungsmethodik vor allem die vorbereitende, begleitende und nachbereitende Beratung zum Projektstudium statt. Die Studierenden reflektieren gemeinsam mit den Mentoren ihre Erfahrungen im Projektstudium, stellen ihre Projekte vor, diskutieren ihre Ergebnisse, tauschen sich über ihre Projektberichte aus und stellen diese nach Fertigstellung vor.

    Im Modul Forschungsmethodik werden fünf Leistungspunkte erworben. Als Prüfungsleistung wird die Erstellung eines Portfolios verlangt.

  • Vertiefungsmodule (Pflichtbereich)

    Rechtliche Grundlagen:

    Das Modul Rechtliche Grundlagen gibt einen Überblick über das Hochschul- und Wissenschaftsrecht.

    Neben den Regelungsinhalten der Landeshochschulgesetze sind die arrondierenden gesetzlichen Vorgaben (z.B. Wissenschaftszeitvertragsgesetz, Teilzeit- und Befristungsgesetz, Beamtengesetze etc.) nicht nur darzustellen, sondern auch in der Entwicklungsperspektive (Vergangenheit und Zukunft) zu betrachten. Da das Hochschulrecht im Wesentlichen der Kompetenz der Bundesländer zugehörig ist und deshalb teilweise höchst indifferent ist, steht die Herausarbeitung gemeinsamer, d.h. länderübergreifender Strukturen namentlich vor dem im Wegfall begriffenen Hochschulrahmengesetz im Vordergrund.

    Das Modul, für das fünf Leistungspunkte vergeben werden, umfasst eine Vorlesung und schließt mit einer mündlichen Prüfung (15 min) ab.

    Organisation und Management 1:

    Die beiden Module Bildungsverläufe und Sozialstruktur 1 und Organisation und Management 1 führen in die beiden Themenschwerpunkte ein, von denen im Wahlpflichtbereich ein Schwerpunkt vertieft wird. Hier werden vornehmlich theoretisch-konzeptionelle Fragen und empirische Studien behandelt.

    Das Modul Organisation und Management 1 soll einen Überblick über die zentralen Institutionen, Akteure und Regelungsstrukturen des Wissenschaftssystems auf nationaler und europäischer Ebene verschaffen und Einblicke in dessen wichtigste Konflikt- bzw. Konsensfelder vermitteln. Wissenschaft wird dabei als Politikfeld, d.h. als Arena des Interessenkonflikts und deren politischer Problembearbeitung bzw. -lösung gesehen. Darüber hinaus wird Wissenschaft auch als Produktionsort von Wissen und unter dem Aspekt seiner politisch-gesellschaftlichen Verwendung an der Schnittstelle konkurrierender Interessen betrachtet.

    Die Inhalte konzentrieren sich auf die Analyse von Aufbau und Arbeitsweise staatlicher Institutionen der Wissenschaftspolitik, der föderalen bzw. europäischen Kompetenzverteilung und Finanzierung von Wissenschaft in den Bereichen Hochschule, außeruniversitäre Forschung, private und staatliche Forschungseinrichtungen. Im Unterschied zum Einführungsmodul steht der Interaktionsaspekt, d.h. die charakteristischen Handlungsmuster und Steuerungsbeziehungen innerhalb des Wissenschaftssystems, stärker im Vordergrund.

    Das Modul umfasst eine Lehrveranstaltung, die fünf vorgesehenen Leistungspunkte werden durch eine Ausarbeitung oder mündliche Prüfung erworben.

    Bildungsverläufe und Sozialstruktur 1:

    Die beiden Module Bildungsverläufe und Sozialstruktur 1 und Organisation und Management 1 führen in die beiden Themenschwerpunkte ein, von denen im Wahlpflichtbereich ein Schwerpunkt vertieft wird. Hier werden vornehmlich theoretisch-konzeptionelle Fragen und empirische Studien behandelt.

    Das Modul Bildungsverläufe und Sozialstruktur 1 soll die Studierenden einerseits auf die Charakteristika der Bildungs- und Erwerbsverläufe von Hochschulabsolvent/innen und aufmerksam machen und andererseits daran geknüpfte sozialstrukturelle Fragen verdeutlichen, z.B. nach der Benachteiligung von Frauen und Migrant/innen und nach der sozialstrukturell unterschiedlichen Studienwahl und den damit einhergehenden Erwerbs- und Berufschancen.

    Zu diesem Zweck werden theoretische und empirische Analysen von Bildungsverläufen in der Hochschulbildung und von Erwerbsverläufen von Personen mit akademischer Ausbildung vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Theoretischer und empirischer Ausgangpunkt sind die Sozialstrukturanalyse und die in dem Grundlagenmodul vorgestellten soziologischen Gegenwartsdiagnosen zur Wissens- bzw. Wissenschaftsgesellschaft.

    Das Modul, in dem fünf Credit Points erworben werden, umfasst ein Seminar, als Prüfungsleistung wird ist eine mündliche Prüfung (25min) vorgesehen.

  • Modul Projektstudium

    Im Zentrum des Studiengangs steht das Modul „Projektstudium“, welches im 2. und 3. Semester verankert ist. Die Studierenden bauen dabei auf den im Grundlagenmodul und in den Vertiefungsmodulen erlernten fachlichen Sachkompetenzen auf. Sie üben weiterhin die im Methodenmodul erworbenen Kompetenzen praktisch anzuwenden.

    Das Projekt soll in der Regel zur Masterarbeit hinführen. Die Studierenden führen dabei ein Forschungs- oder Praxisprojekt in Abstimmung mit einer selbst gewählten Partnerorganisation durch. Es beinhaltet folgende Arbeitsschritte: Ausarbeitung der Fragestellung, Durchführung einer „Erhebung“ im engeren Sinne (Befragung, Interview, Dokumentenanalyse, Beobachtung, Sekundäranalysen vorhandener Datensätze), Analyse und Evaluation sowie Dokumentation der Ergebnisse in Form eines Berichts und einer Präsentation.

    Das Projektstudium setzt je nach Forschungs- oder Praxisprojekt unterschiedliche Methodenkenntnisse voraus. Um die Abstimmung zwischen vorausgesetzten Methodenkenntnissen und dem Forschungs- und Praxisprojekt zu gewährleisten, findet eine individuelle Beratung statt.

    Für das Projektstudium stehen neben dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung ca. 15 weitere Partnerorganisationen (z.B. Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Volkswagen-Stiftung, wissenschaftliche Kommission, Wissenschaftsrat und CHE) zur Verfügung.

    Für das Modul werden 25 ECTS-Punkte vergeben; es schließt mit einem Bericht und einer mündlichen Präsentation ab.

    Bisherige Projektthemen

    Jahrgang 2016

    • "Wissenschaft als berufliche Zukunft? Eine biographisch-narrative Analyse der Deutungen von Promovierenden." Kooperationspartner: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

    • "Warum bevorzugen Germanistikstudierende Print-Medien gegenüber E-Books? Ergebnisse aus qualitativen Interviews." Kooperationspartner: Technische Informationsbibliothek/Universitätsbibliothek

    • "Welche Transaktionskosten entstehen durch Zielvereinbarungen zwischen Land und Universität? Eine qualitative Untersuchung." Kooperationspartner: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

    • "Prozesse des Bauens & Repräsentierens. Eine methodologische Studie zum Thema Hochschulbauten." Kooperationspartner: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

    • "Zwei Rollen? - Forschung & Begutachtung am Beispiel von Chemie und Philosophie." Kooperationspartner: Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen

    • "Eine neo-institutionalistische Betrachtung der Angleichung & Differenzierung von Kennzahlen an Universitäten." Kooperationspartner: HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V.


    Jahrgang 2015

    • "Lohnt sich eine Promotion für Frauen und Männer gleichermaßen? Eine Analyse auf Grundlage des Absolventenpanels." Kooperationspartner: DZHW Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    • "Der Gender Wage Gap in den MINT-Fächern. Eine Untersuchung mit dem Absolventenpanel." Kooperationspartner: DZHW Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    • "Zahlt sich eine Berufsausbildung vor dem Studium aus? Eine quantitative Studie." Kooperationspartner: DZHW Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    • "Mut zur Selbstständigkeit - welchen Einfluss hat die soziale Herkunft? Eine Analyse mit Daten des Absolventenpanels." Kooperationspartner: DZHW Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    • "Zu weit weg- wie wirkt die geographische Distanz auf die Studienaufnahme? Eine quantitative Analyse mit dem Studienberechtigten-Panel." Kooperationspartner: DZHW Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    • "Arbeiterkind-Akademikerkind: Wie entscheiden sie sich zu promovieren? Eine qualitative Rekonstruktion." Kooperationspartner: HIS_HE - Institut für Hochschulentwicklung

    • "Wie wünschen sich Studierende ihre Bibliothek? Eine qualitative Untersuchung auf Basis von Leitfadeninterviews." Kooperationspartner: ZQS - Zentrum für Schlüsselkompetenzen

    • "Rekonstruktion der Debatte zur Einführung von Friedensklauseln - drei Fallstudien." Kooperationspartner: MWK - Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

    • "Wie diskutieren Landwirte mit Verbrauchern? Eine Sekundäranalyse von Gruppendiskussionen." Kooperationspartner: Thünen Institut- Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
  • Wahlpflichtbereich

    Wahlpflichtbereich:

    Der Wahlpflichtbereich ist im 3. Studiensemester vorgesehen. Hier werden die beiden Themenschwerpunkte Bildungsverläufe und Sozialstruktur und Organisation und Management aus den Vertiefungsmodulen vertieft. Die Studierenden wählen, abgestimmt auf das von ihnen durchgeführte Projektstudium, einen Themenschwerpunkt aus. In beiden Modulen, Bildungsverläufe und Sozialstruktur 2 und Organisation und Management 2, stehen aktuelle Forschungsfragen und -konzeptionen sowie neuere Theoriediskussionen im Vordergrund. Die Auseinandersetzung mit ihnen soll die Studierenden dabei unterstützen, ihr Projektstudium theoretisch und konzeptionell zu reflektieren und in die aktuelle Forschungslandschaft einerseits, die wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Diskussion andererseits einzubetten. Auf diese Weise bereitet der gewählte Themenschwerpunkt auf die Masterarbeit vor, die - wenn möglich - aus dem Projektstudium hervorgehen soll.

    Organisaiton und Management 2:

    Das Modul Organisation und Management 2 baut auf den grundlegenden Inhalten des Moduls Organisation und Management 1 auf, zielt aber stärker auf die Mikrodimension („Innenleben“) und die Steuerung von Wissenschaftsorganisationen im Spannungsfeld von Wissenschaftsfreiheit, ökonomischer Nutzbarkeit, Managementerfordernissen und Finanzierungsnotwendigkeiten. Im Mittelpunkt stehen gleichermaßen die Umbrüche in der Leitung und der Arbeitsweise von Hochschulen wie auch die Funktionsbedingungen privater bzw. halbstaatlicher Forschungseinrichtungen.

    Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, die Binnenstruktur von Wissenschaftsorganisationen und deren Umwelt unter den Gesichtspunkten der Steuerung und des Managements sowie der dabei auftretenden Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu analysieren.

    Das Modul umfasst eine Lehrveranstaltung, in der fünf Leistungspunkte erworben werden. Es schließt mit einer Hausarbeit von 15 Seiten ab.

    Bildungsverläufe und Sozialstruktur 2:

    Gegenstand dieses Moduls sind insbesondere solche theoretischen Ansätze, die den Bildungs- und Erwerbsverlauf von Hochschulabsolvent/-innen in den Blick nehmen. Dazu gehören neben der klassischen Humankapitaltheorie oder der Signaltheorie auch Theorien der Lebenslaufforschung sowie ökonomische Theorien und soziologische Ansätze wie die Theorie des sozialen Kapitals oder die Theorie der sozialen Netzwerke. Diese Ansätze werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Aussagefähigkeit und empirischen Überprüfbarkeit kritisch diskutiert. Dies geschieht unter Heranziehung von aktuellen empirischen Ansätzen und Forschungsvorhaben wie beispielsweise dem Nationalen Bildungspanel oder den unterschiedlichen HIS-Längsschnittuntersuchungen, die im Hinblick auf ihre Vor- und Nachteile diskutiert werden. Die vorliegenden empirischen Befunde sind nicht nur auf ihre Folgerungen für sozialstrukturelle Fragen hin zu untersuchen, sondern auch mit Blick auflaufende wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Diskussionen.

    Das Modul umfasst eine Lehrveranstaltung, in der fünf Leistungspunkte erworben werden. Es schließt mit einer Hausarbeit (15 Seiten) ab.

  • Methodenmodul 2: Spezialisierung in den Methoden der empirischen Sozialforschung

    Die Studierenden erwerben detaillierte Kenntnisse zu spezialisierten Methoden der empirischen Sozialforschung. Sie üben diese auf konkrete Forschungsfragen anzuwenden, methodenkritisch zu diskutieren und zu bewerten.

    Die Studierenden können in diesem Modul wählen, ob sie sich auf die qualitativen oder quantitativen Methoden spezialisieren oder beide Methoden gleichberechtigt weiter studieren. Sie sollen spezialisierte Methodenkompetenzen erwerben, die sie unmittelbar für ihr Projektstudium nutzen können.  

    Im Methodenmodul 2 werden 10 Leistungspunkte vergeben. Als Prüfungsleistung ist eine Klausur oder Hausarbeit möglich.

  • Masterarbeit

    Die forschungsorientierte Masterarbeit wird im vierten Semester verfasst. In der Regel soll das Projektstudium zur Masterarbeit hinführen. Die Studierenden können aber auch ein anderes Thema für ihre Masterarbeit wählen.

    Das begleitende Kolloquium dient der kontinuierlichen Diskussion der Masterarbeiten. Auf diese Weise sollen die Studierenden befähigt werden, sich gegenseitig zu beraten, zu unterstützen und zu kritisieren.

    Die Bearbeitungszeit für die Masterarbeit beträgt sechs Monate, es werden 30 Leistungspunkte vergeben.

    Bisherige Themen:

    • "Lohnt sich eine Promotion für Frauen und Männer gleichermaßen? Eine Analyse geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede unter Promovierten auf Grundlage des DZHW-Absolventenpanels"

    • "Der Gender Wage Gap in den MINT-Studienfächern"

    • "Wie kann Wissenschaftssprache in Alltagssprache übersetzt werden? Eine Untersuchung am Beispiel des Higgs-Boson."

    • "Akademisierung des Handwerks? Am Beispiel der Neukonzeption der Weiterbildung zum Betriebswirt."

    • "Die Risiko-Governance-Theorie und ihre empirische Brauchbarkeit. Die Auseinandersetzung um das Europäische Forschungszentrum für Tierimpfstoffe in Hannover."

    • "Der Entstehungsprozess der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) - Eine akteurtheoretische Analyse der Prozesse, Akteure und Strukturen."

    • "Die Promotion: Auszeichnung für den Arbeitsmarkt oder der erste Schritt zur wissenschaftlichen Karriere? Eine Sekundäranalyse des iFQ Promovierendenpanels.

    • "Prozesse der Wissensgenese in der interdisziplinären Forschungspraxis"

    • "Ursachen des Studienabbruchs. Eine Sekundäranalyse der Exmatrikuliertenbefragung 2007/08 von der HIS-GmbH."

    • "Verzicht auf ein Studium - Ein Vergleich zwischen Studienberechtigten von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen."

    • "Forschen und Evaluieren. Zwei unterschiedliche wissenschaftliche Tätigkeiten? Eine qualitative Inhaltsanalyse zu den Forschungsevaluationen der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen"

    • "Disziplinierende Effekte institutioneller Evaluationen - Eine Fallanalyse"

    • "Wer gründet - Freunde oder Teams? Eine qualitative Studie zu den Theorien der sozialen Gruppe am Beispiel der Ausgründungen der Leibniz Universität Hannover"

    • "Der Nutzen der Promotion - Eine empirische Studie über Promotions- und Fächereffekte"

    • "Formale Zugangsschranken im Archiv. Wirkungsweisen von Macht- und Herrschaftsbeziehungen vom Mittelalter bis in das Zeitalter von Digitalisierung und Open Access für die Gesellschaft"

    • "Wege zu neuen Lehr- und Forschungsinhalten - die akademischen Karrierewege der 'Lichtenberg-Professoren'. Eine qualitative Inhaltsanalyse auf Basis von Bourdieus Wissenschaftssoziologie."

    • "Machtbeziehungen in deutsch-georgischen Forschungskooperationen: eine Etablierten-Außenseiter-Figuration? Ergebnisse einer qualitativen Inhaltsanalyse"

    • "Karriereverläufe von Nachwuchswissenschaftler/-Innen in Folge der Universitätsreform in Österreich: eine Diskursanalyse der Intentionen und eine Rekonstruktion der Werdegänge"

    • "Moralische Kommunikation in der Wissenschaft - Eine rekonstruktive Analyse von Kommentaren über wissenschaftliches Fehlverhalten in Retraction Watch"

    • "Soziale Ungleichheiten beim Übergang vom Bachelor zum Master: Eine quantitative Untersuchung anhand Essers Werterwartungstheorie und der Lebensverlaufsperspektive"

    • "Professor/innen im Inter- Rollenkonflikt zwischen Betreuung und Führung? Problemzentrierte Interviews zur Sicht promovierender wissenschaftlicher Mitarbeit/innen"

    • "Wer studiert an einer Verwaltungshochschule und warum? Eine quantitative Untersuchung von rationalen Entscheidungsprozessen und Interessenstrukturen zum Übergang ins Studium"

    • "Die Implementierung des kaufmännischen Rechnungswesens an Universitäten aus neo-institutionalistischer Perspektive. Eine inhaltsanalytische Auswertung der Darstellung und Bewertung von Risiken."

    • "Einfluss der Exzellenzinitiative auf Universitätsstrukturen. Eine empirische Studie zur Auswirkung der zweiten Förderlinie „Exzellenzcluster“ auf Institutsstrukturen als „lose gekoppelte Systeme“

    • "Traditionen zwischen Beruf, Studium und Familie - eine narrationsstrukturelle Analyse von Bildungs- und Berufsbiographien"

    • "Exzellenz-Perzeptionen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern - eine Inhaltsanalyse der Denk- und Verhaltensstrukturen nach Ludwik Fleck"

    • "Erklärungen von Geschlechterunterschieden in der Selbstständigkeit von Hochschulabsolventen"

    • "Auswirkungen einer geschlechteruntypischen Studienfachwahl auf den Studienabbruch"

    • "Grenzen des Verstehens zwischen Informatikern und Rettungskräften. Eine ethnographische Studie über implizites Wissen."

    • "Herkunftsspezifische Ungleichheiten bei der Promotionsaufnahme"

    • "Einfluss der Exzellenzinitiative auf die Arbeitsmarktchancen von Universität-Absolvent/-innen"

    • "Die Doppelrolle der Dekan_innen: Konflikte ohne Ende oder ein Ende ohne Konflikte?"

    • "Vom Plan B zum Meisterplan - Studienabbrecher im Handwerk. Eine Qualitative Studie"

    • "Wie diskutieren Landwirte mit Verbrauchern? Eine Sekundäranalyse von Gruppendiskussionen"

    • "Bibliothek heute: zwischen Digitalisierung und Lesesaal. Ergebnisse aus qualitativen Interviews mit Studierenden"

    • "Zu weit weg? Über die Einflüsse der räumlichen Distanz auf die Studienaufnahme"

    • "Akademikerkind - Arbeiterkind: Promovierende berichten über ihre aktuelle Situation im Hochschulkontext. Eine qualitative Interviewstudie"

    • "Mut zur Selbstständigkeit - Wie beeinflusst die soziale Herkunft die Selbstständigkeit von Hochschulabsolventen?"