Prof. Dr. Javier Alfonso Lastra Bravo

Javier Alfonso Lastra Bravo Javier Alfonso Lastra Bravo © Sören Pinsdorf/LUH
Prof. Dr. Javier Alfonso Lastra Bravo
Adresse
Im Moore 21
30167 Hannover
Gebäude
Raum
Javier Alfonso Lastra Bravo Javier Alfonso Lastra Bravo © Sören Pinsdorf/LUH
Prof. Dr. Javier Alfonso Lastra Bravo
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Im Moore 21
30167 Hannover
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Funktionen
Vorstand
Centre for Atlantic and Global Studies
Mitglieder
Centre for Atlantic and Global Studies
Junior-Professorinnen und Junior-Professoren
Institut für Soziologie
Adresse
Im Moore 21, 30167 Hannover
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Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Forschungsschwerpunkte

  • Umweltsoziologie und sozial-ökologische Transformationen
  • Globale Energiewende und Energiegerechtigkeit
  • Grüner Extraktivismus, Rohstoffgovernance und Lithium in den Andenländern
  • Extraterritoriale Effekte europäischer Umwelt- und Lieferkettenregulierung im Globalen Süden
  • Rechte indigener Völker, Territorialität und Selbstbestimmung
  • Sozial-ökologische Konflikte und Umweltgerechtigkeit
  • Postkoloniale und dekoloniale Perspektiven auf Nachhaltigkeit

Methodische Schwerpunkte

  • Qualitative und ethnographische Forschung, multi-sited ethnography
  • Diskurs- und Dokumentenanalyse
  • Politikfeld- und Governanceanalyse
  • Partizipative und kollaborative Forschung mit indigenen Gemeinschaften

 

Zur Person

Prof. Dr. Javier Lastra-Bravo ist Soziologe und Kulturanthropologe. Er studierte Soziologie an der Universidad de Concepción (Chile), wo er seine akademische Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent begann. Anschließend promovierte er an der Leibniz Universität Hannover mit einer Dissertation über Territorium, Autonomie und Selbstbestimmung in Mapuche-Gemeinschaften im Süden Chiles.

Derzeit ist er Leiter des Forschungsbereichs „Umweltsoziologie und Globale Transformationen“ am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover sowie Co-Direktor des Regionalzentrums für Mittelamerika & Karibik des Maria Sibylla Merian Center for Advanced Latin American Studies (CALAS). Darüber hinaus koordiniert er das internationale Forschungsprojekt CROSSJET – At the Crossroads of Global Just Energy Transition (VolkswagenStiftung, 2025–2030), das sich mit den sozialen und ökologischen Auswirkungen der globalen Energiewende beschäftigt, insbesondere im Hinblick auf Lithium-Politiken und die Rechte indigener Gemeinschaften in Südamerika.

Seit 2026 ist er zudem Mitglied im Forschungszentrum Energie der Leibniz Universität Hannover, das die interdisziplinäre Energieforschung der Universität bündelt. Diese Mitgliedschaft stärkt die Vernetzung von CROSSJET mit weiteren energiebezogenen Forschungsbereichen und trägt zur interdisziplinären Einbettung der Fragen sozialer und territorialer Gerechtigkeit in die Energiewendeforschung bei.

Zwischen 2024 und 2025 leitete er das internationale wissenschaftliche Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Global Plan of Action for the Health of Indigenous Peoples, das auf die Entwicklung interkultureller Gesundheitsstrategien und den Abbau struktureller Ungleichheiten für indigene Bevölkerungen weltweit ausgerichtet war.

Seine Forschung verbindet theoretische und empirische Ansätze aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas  darunter Chile, Argentinien, Bolivien, Kuba und Mexiko und konzentriert sich auf Themen wie sozialökologische Konflikte, Umweltgerechtigkeit, Extraktivismus und kulturelle Transformationen. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen und war wissenschaftlicher Berater des Expert Mechanism on the Rights of Indigenous Peoples (EMRIP) sowie des Ständigen Forums für indigene Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UNPFII).

Er erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen, darunter ein Change! Fellowship der VolkswagenStiftung sowie Förderungen des DAAD und des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Javier Lastra-Bravo ist aktives Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Netzwerke und Fachgesellschaften, darunter des Consejo Latinoamericano de Ciencias Sociales (CLACSO), der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der Latin American Studies Association (LASA), der Asociación Latinoamericana de Sociología (ALAS) und der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung (ADLAF).

Überzeugt von der Bedeutung des interkulturellen Dialogs und der transregionalen akademischen Zusammenarbeit setzt er sich für den Austausch zwischen Lateinamerika und Europa ein, um sozialökologische Transformationsprozesse aus einer Perspektive der globalen Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit neu zu denken.

Lebenslauf

Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen von Herrn Lastra Bravô
Sprechstundentermine finden Sie im StudIP
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CROSSJET-Exkursion zur 19. Sitzung des UN-Expertenmechanismus für die Rechte Indigener Völker

Beim 19. EMRIP in Genf reiste das CROSSJET-Team mit neun Studierenden der Leibniz Universität nach Genf und trat in Dialog mit Indigenen Delegationen aller Kontinente. Die Exkursion, gefördert durch SQM-Mittel, bot Einblicke in aktuelle Debatten zu Indigenen Rechten im Rahmen des Forschungsprojekts CROSSJET.
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Energy Coloniality and Indigenous Territories

Beim EMRIP in Genf diskutierte CROSSJET-Leiter Prof. Dr. Javier Lastra-Bravo mit den Indigenen Expert:innen Rodrigo Paillalef und Anexa Cunningham über Energiekolonialismus. Indigene Gebiete gelten weiter als „Opferzonen“ der Energiewende: Lithiumabbau für den Globalen Norden verursacht in Argentinien, Bolivien und Chile soziale und ökologische Kosten, etwa
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27. Gefördertentreffen der VolkswagenStiftung

Beim 27. Gefördertentreffen der VolkswagenStiftung fand ein intensiver fachübergreifender Austausch zu aktuellen gesellschaftlichen Transformationen statt. Themen wie synthetische Biologie, Gewaltgeschichte und Künstliche Intelligenz für Nachhaltigkeit zeigten: Verschiedene Disziplinen widmen sich derselben Frage – wie gestalten wir unser Zusammenleben?